Inhaltsangabe »Ein zauberhafter Frühling«

Wie in meinem ersten Roman »Das verpasste Date«, gibt es zwei Handlungsstränge:

Der erste erzählt in der Gegenwart von Sophie Hansen.

Sophie Hansen, Anfang 30, ist Lehrerin an einem Gymnasium. Doch sie ist nicht glücklich mit ihrer Situation. Da kommt es zu einem tragischen Unfall. Sophie ist gezwungen, ihr Leben zu überdenken. Der vorgezeichnete Weg ist nun abgeschnitten. Sie steht vor den Scherben ihres Lebens. Was soll sie jetzt tun? Auf der Suche nach einer Neuorientierung nimmt sie sich eine mehrmonatige Auszeit, zieht zu ihrer Kusine aufs Land, irgendwo an die Grenze zwischen Schwaben und Baden.

Um sich abzulenken, beginnt sie, sich mit ihren neuen Nachbarn zu unterhalten. Ihr Interesse stößt auf offene Ohren. Bald vertrauen sie ihr und erzählen bereitwillig ihre Geschichte. Sophie ist fasziniert, und beschließt, ein Buch darüber zu schreiben. Sie lernt dabei viel über sich selbst!

Im zweiten Roman um Sophie Hansen wird sie erwachsen. Nachdem sie im ersten Roman »Das verpasste Date« ihren Flirt Paul sucht, geht sie nun auf die Suche nach sich selbst.

Petra Rühle »Ein zauberhafter Frühling«

Der zweite Handlungsstrang beginnt im Winter 1944/1945:

Die 17jährige Hanna Regner durchleidet mit ihrer Familie den fünften Kriegswinter. Einer ihrer Brüder ist an der Front gefallen, der andere gilt als vermisst. Ihre Eltern sind dadurch so traumatisiert, dass Hanna für die Familie sorgen muss. Sie hilft als Magd auf dem Hof ihrer älteren Schwester, die im Nachbardorf verheiratet ist. Dafür bekommt sie Nahrung und manchmal Kleidung und kann so sich und ihre Eltern notdürftig durchbringen.

Doch eines Tages taucht der vermisste Bruder plötzlich auf. Er ist desertiert und muss sich versteckt halten. Hanna bringt ihn bei einer alten Frau, einer Hebamme und Kräuterkundigen, unter, die etwas außerhalb des Nachbardorfes lebt.

Bei dieser Frau beginnt sie bald eine Ausbildung.

Im Februar 1945 wird eine große Stadt (Pforzheim) in der Nähe des Dorfes bombardiert und dabei beinahe völlig zerstört. Sie helfen, wo sie können: bringen Flüchtlinge unter, versorgen Verletzte und Ausgebombte, die auf der Durchreise sind. Irgendwann kommt dann die erlösende Nachricht: der Krieg ist vorbei!

Nun warten neue Herausforderungen. Was erwartet sie mit der neuen Besatzungsmacht, den Franzosen?

 

Am Schluss treffen sich die beiden Handlungsstränge und Sophie hat wieder Pläne für ihre Zukunft.

 

Es geht in diesem Buch um die sogenannte »transgenerationale Traumatisierung«. Schwere traumatische Erlebnisse (z.B. Krieg, Diktatur), die ein Mensch in seinem Leben nicht verarbeiten konnte, werden unbewusst an die folgende Generation weitergegeben. Dazu gibt es mittlerweile aktuelle wissenschaftliche Studien, die das belegen.

Für dieses Buch durfte ich viele Zeitzeugen befragen. Ihre Erzählungen sind mit ihrem ausdrücklichen Einverständnis in die Geschichte verwoben, jedoch so verfremdet, dass die Identität lebender oder bereits verstorbener Personen nicht erkennbar ist.